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Zielvorstellung, wie eine institutionalisierte und mit entsprechenden Mitteln ausgestattete Hilfestellung erfolgreich funktionieren kann

 

Das Förderzentrum Herzogsägmühle in Peiting mit seiner Lage am südwestlichen Rand von Oberbayern hat ein sehr großes Einzugsgebiet von insgesamt neun Landkreisen. Im Rahmen von AsA (Alternatives schulisches Angebot) betreut das Förderzentrum aktuell vier Grund- oder Mittelschulen im Landkreis Weilheim-Schongau.

Eine enge Zusammenarbeit besteht zudem seit mehreren Jahren mit der MS Peiting (Schulprofil „Inklusion“). Diese Zusammenarbeit hat dazu geführt, dass von der Mittelschule Peiting keine Schüler mit dem Förderbedarf der emotionalen und sozialen Entwicklung an das Förderzentrum überwiesen werden. Dies ist insofern bemerkenswert, weil sich das Förderzentrum Herzogsägmühle ansonsten einer kontinuierlich steigenden Anzahl von Anfragen nach Schulplätzen gegenüber sieht.

Die letzten Jahre haben gezeigt, dass Inklusion in allen Förderschwerpunkten funktionieren kann, wenn entsprechende Unterstützung gegeben ist. Nur der Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung scheint ausgenommen. Der Grund dafür ist in der Tatsache zu suchen, dass der Umgang mit den Kindern dieses Förderschwerpunktes für die Lehrer der Regelschulen aus zwei Gründen außerordentlich schwierig ist: Zum einen stehen den Lehrern keine „Erklärungsparameter“ zur Verfügung, wie es bei anderen Förderbedarfen der Fall ist. Eine Lernbeeinträchtigung ist mess- und erklärbar, Körperbehinderungen, Sinnesschädigungen und Krankheiten definieren ebenfalls die vorliegende besondere Situation und auch eine geistige Behinderung macht es relativ einfach, die dadurch hervorgerufenen Einschränkungen zu akzeptieren. Das Vorliegen eines emotionalen und sozialen Entwicklungsbedarfs ist nicht durch solche Parameter feststellbar und schon gar nicht „verständlich“, weil diese Kinder durch nicht antizipierbare psychische und physische Aggressionen ihre Lehrer in emotionale Ausnahmezustände bringen, die beim betroffenen und hierin nicht geschulten Lehrer schlichtweg verhindern, dass dieser Lehrer so reagieren kann, wie die Befindlichkeit des Kindes dies jeweils erfordern würde. Das Verhalten der Lehrer ist - sehr verständlich - von Ängsten und außerordentlichen emotionalen Herausforderungen geprägt. Der „gute Wille“ der betroffenen Lehrkräfte ist nicht ausreichend und überfordert sie meist. Aufgabe des Förderzentrums sollte sein, mit Schulen und Lehrkräften zusammen vor Ort darauf hinzuarbeiten, dass diese Schüler sich angenommen und verstanden fühlen und so ihr zweifellos vorhandenes intellektuelles Potenzial ausschöpfen können. In den Regelschulen bedarf es einer Haltungsänderung gegenüber diesen „Störenfrieden“, die niemand besser vermitteln kann als die Fachleute aus dem Förderzentrum, weil sie selbst im täglichen Unterricht diese Herausforderungen meistern müssen.

 

Priv. Förderzentrum, Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung

Schulweg 5, 86971 Peiting

 

Förderzentrum Herzogsägmühle in Peiting

 
© 2015
Evangelische Schulstiftung in der EKD
Herrenhäuser Straße 12
30419 Hannover
Telefon: 0511 2796-355
 

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