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Ausbildung zur Schulischen Teilhabeassistentin/-assistenten

Die Heinrich-Albertz-Schule in Salzgitter ist eine staatlich anerkannte evangelische Grundschule in freier Trägerschaft, die 2008 ihren Betrieb aufnahm und bereits vor Inkrafttreten der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen durch ihren Schulslogan „Im Anderen das Geschöpf Gottes sehen“ ihre inklusive Ausrichtung deutlich gemacht hat. Die Heinrich-Albertz-Schule vertritt ein nicht auf Menschen mit Behinderungen eingeschränktes Verständnis von Inklusion, sondern versteht Inklusion im Hinblick auf Teilhabegerechtigkeit aller Menschen im Sinne der ‚Pädagogik der Vielfalt‘. Entsprechend ist die Schule, an der im Durchschnitt 18 Kinder in vier Lerngruppen unterrichtet werden, durch Stichworte wie Jahrgangsmischung, Kooperative Lernformen, Lernen am ‚gemeinsamen Gegenstand‘, gebundene Ganztagsschule etc. gekennzeichnet. Es versteht sich von selbst, dass die Schule versucht, auf alle Maßnahmen zu verzichten, die dazu beitragen könnten, Kinder zu etikettieren, zu beschämen oder auszugrenzen. Von Beginn an wird daher auf Schulfähigkeitsuntersuchungen, Zurückstellen vom Schulbesuch, Sitzenbleiben sowie auf die Feststellung eines sonderpädagogischen Förderbedarfs verzichtet. Da sonderpädagogische Expertise nur in einem kleinen Bereich einer inklusiven Schule bedeutungstragend ist, hat die Schule die Idee einer Qualifizierungsmaßnahme mit dem Ziel der Ausbildung einer/eines ‚Schulischen Teilhabeassistentin/-assistenten (STa)‘ entwickelt und ist zur Zeit dabei, dieses Projekt gemeinsam mit VertreterInnen der Universität Hildesheim sowie des Jugend- und Sozialamtes der Stadt Salzgitter zu realisieren. Angesprochen werden insbesondere Schulbegleiterinnen und Schulbegleiter, deren Ausbildungsgrad in höchstem Maß uneinheitlich ist und deren Ausbildung zudem auf Basis des Intergrationskonzepts entwickelt wurde. In Anlehnung an Georg Feuser [1] und Hans Wocken [2] will die Schule im Rahmen eines Pilotprojektes etwa vier bis sechs Schulische Teilhabeassistentinnen/-assistenten (STa) ausbilden und dadurch eine Ausweitung der Unterstützung in Form von Einzelfallhilfe auf eine Unterstützung der gesamten Lerngruppe im Sinne einer Teilhabe aller erreichen. Die modular angelegte Qualifizierung, die als Maßnahme zertifiziert werden soll, enthält neben einer intensiven Auseinandersetzung mit dem Verständnis von Inklusion und damit dem beruflichen Selbstverständnis die Bereiche professionelle Kommunikation sowie pädagogisches Arbeiten, rechtliche und administrative Rahmenbedingungen, Wissen über Behinderungsarten, Krankheitsbilder und unterstützende Pflege.

 

Ansprechpartner: Gerd Meiborg

 

Anmerkungen:

[1] Feuser, Georg (2011): 25 Jahre Integrations-/Inklusionsforschung: Rückblick – Ausblick. Eine kurze kritische Analyse. In: Behindertenpädagogik, 2, 118-125; S. 123

[2] Wocken, Hans (2011): Was ist inklusiver Unterricht? Eine Checkliste zur Zertifizierung schulischer Inklusion Teil II. In: Gemeinsam leben, 20 (1), 41-49; S. 43

 

 

Heinrich-Albertz-Schule in Salzgitter

7 Kinder freuen sich über 7x7
Kooperation Lernformen
 
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Telefon: 0511 2796-355
 

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