Evangelische Schulstiftung - Nachricht


Neustart „Forum evangelische Schule“

Der Deutsche Schulleiter-Kongress (DSLK) ist die größte Fachveranstaltung für Schulleitung im gesamten deutschsprachigen Raum und steht unter der Schirmherrschaft der Deutschen Kultusministerkonferenz. Mehr als 3000 Schulleiterinnen und Schulleiter kamen als Besucher.

Zum ersten Evangelischen Forum hatte die Evangelische Schulstiftung in der EKD (ESS) geladen. Nach zwei Jahren Vorbereitungszeit präsentierte sich das Evangelische Forum auf dem diesjährigen DSLK. Wenngleich die Schulstiftung den Weg geebnet hat, so haben zum Gelingen auch die Bildungsabteilung der EKD, der Arbeitskreis Evangelische Schule in Deutschland, die wissenschaftliche Arbeitsstelle evangelische Schule sowie das Comenius Institut beigetragen.

 

Mit der Ausschreibung „Bildung teilen“ förderte die Evangelische Schulstiftung in der EKD die Teilnahme von 50 Schulleiterinnen und Schulleitern Evangelischer Schulen. „Wir legen großen Wert auf hochqualitative Weiterbildungen unserer Schulleiterinnen und Schulleiter“, sagte Dr. Annerose Fromke, pädagogische Geschäftsführerin der Schulstiftung, „Der DSLK bietet ideale Möglichkeiten, um Netzwerke zu knüpfen und die neusten pädagogischen Entwicklungen mitzubekommen.“ Außerdem sende die Teilnahme der Evangelischen Kirche ein deutliches Signal. Dr. Fromke: „Damit zeigen wir: Wir nehmen als Kirche unsere Verantwortung für die Bildung sehr ernst.“

 

Besucht wurde das Forum von mehr als 70 Menschen in Leitungsfunktion aus evangelischen Schulen in ganz Deutschland. Als Vortragende mit sehr unterschiedlichen Perspektiven und Erfahrungen waren Landesbischof Ralf Meister von der Landeskirche Hannover und Dr. Karin Krobarth von den Identitätern aus Wien gekommen.

Evangelische Schulen verstehen sich als einen wichtigen und innovativen Teil der bundesweiten Bildungslandschaft. Daher war es folgerichtig, den DSLK und diese Veranstaltung zur Vernetzung zu nutzen und voneinander zu lernen: Für eine gute Schule - unabhängig von ihrer Trägerschaft.

Ralf Meister legte in seinem Vortrag wieder einmal den Finger in die Wunde, „was macht evangelische Schulen zu etwas Besonderem?“ Karin Krobath pochte als Praktikerin auf die Schärfung des Leitbildes evangelischer Schulen. Dazu bedarf es Regeln, damit das Leitbild nicht lang und gewunden wird, sondern kurz und knackig. Generell gilt: Was wir nicht sofort erfassen, lesen wir nicht. Leitbilder müssen „geluthert“ werden und ihre Inhalte sollten sich an die „Sustainable Development Goals“ der UNO anlehnen. Evangelische Schulen sollten dringend darauf antworten.