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Vom Teilnehmen und Teilgeben

Barcamp der Werkstatt „Gemeinsam in die Inklusion“ der Evangelischen Schulstiftung in der EKD mit Coaches der Initiative Neues Lernen am 10./11. Mai 2019 in Bochum.

„Hi, ich bin Marlen und ich möchte zu binnendifferenziertem Fachunterricht arbeiten. Mein Format wäre Diskussion.“ „Ich bin Anja, ich suche Antworten auf die Frage: 'Wie viel Kinder mit Sonderförderbedarf sind pro Klasse sinnvoll?'“ „Mein Name ist Lars und ich möchte mit euch über das Logbuch sprechen.“… „Ich erzähle gern was zur Verbesserung von Sitzungskultur.“ „Und ich biete einen kleinen Workshop zu inklusivem Projektunterricht.“

14 Angebote aus fünf Schulen standen Samstagvormittag beim ersten Barcamp Gemeinsam in die Inklusion auf der Pinnwand. Vielfältige Themen und stolze Teilgeber_innen1: Längst haben die Schulen auch selbst etwas zu erzählen. Zwischen Leuchtturmprojekten und Erfahrungswissen, vorsichtigen Schritten und brennenden Fragen bewegten sich die 22 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der zweiten Inklusionswerkstatt durch den Raum. Staunend, was sie und andere an ihren evangelischen Schulen schon längst an inklusiver Arbeit leisten. Fragend und suchend, wie es anders oder noch inklusiver gehen könnte. Wie aus 100 Ideen konkrete Wege werden und wo das Geld und die Zeit für partizipative Schulentwicklung herkommen könnten. Sessions zu Elternarbeit, dem Schulfach Glück, Binnendifferenzierung im Fachunterricht, Fundraising und Logbüchern wurden ebenso angeboten wie Diagnostik in der Schule und jahrgangsübergreifende Projektarbeit. Und das Feedback war durchgehend positiv – obwohl keine der Teilnehmenden vorher von dem Format „Barcamp“ gehört hatte, wurden die Vielfalt und die Art der Zusammenarbeit in höchsten Tönen gelobt.

Die Schulen, die seit gut einem Jahr in der Förderlinie „Gemeinsam in die Inklusion“ der Evangelischen Schulstiftung in der EKD mit ihren Coaches von der Initiative Neues Lernen ihren Schulentwicklungsprozess vorantreiben, sind auch insgesamt guten Mutes. Beeindruckt von dem erfolgreichen Weg der Matthias-Claudius-Schule Bochum, die uns vom Schulleiter Volker Trust vorgestellt wurde, zogen sie Zwischenbilanz: „Viel geschafft und noch sehr viel zu tun“, hieß es gleich mehrfach. Und: „Wir haben endlich eine übergeordnete Vision, wo wir genau hinwollen und freuen uns auf die nächsten Schritte, die unsere vielen kleinen Inklusionsprojekte zusammenbinden“, so Beate Busse, aus der Ostschule aus Lemgo. Das Team aus Lemgo hat sich zum Ziel gesetzt, weiterhin inklusiv zu arbeiten und dabei eine „glückliche Schule“ zu werden. „Was fehlt, ist die Zeit all die tollen Ideen umzusetzen“, resümierte Anja Wilzki, von der Lebenswelt Schule in Zwenkau. „aber wir sind dankbar, dass die Coaches uns bei der Priorisierung und im Prozess so wunderbar unterstützen!“

Friederike Goedicke, ESS EKD, Fachbereichsleitung für Inklusion und Integration


1 Im Barcamp entfällt die Aufteilung in Referentinnen und Teilnehmer, stattdessen spricht man von Teilgeber_innen.


 
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