Außergewöhnliches Engagement

Hoher Leistungsstand, tolles Konzept, effizienter Einsatz: Evangelische Schulstiftung in der EKD fördert Evangelische Schule „Stephan Roth“ in Zwickau...

Zwickau. Freie Schulen müssen besonders in der Anfangszeit jeden Euro drei Mal umdrehen, da die Wartezeiten bis zur staatlichen Förderungen je nach Bundesland mehrere Jahre betragen. Das führt zu großer Kreativität und hoher Kosteneffizienz. Für ihr außergewöhnliches Engagement wurde die Evangelische Schule „Stephan Roth“ in Zwickau mit 40.000 Euro von der Evangelischen Schulstiftung in der EKD gefördert.

Die Stadt liegt der Kirche zu Füßen: In der kleinen Kirche auf dem Cainsdorfer Berg wird der Schulleitung der Evangelischen Schule „Stephan Roth“ ein übergroßer Scheck übergeben. Die 40.000 Euro von der Schulstiftung aus Hannover sind eine wichtige Hilfe, die Schule weiterzuentwickeln.
Die Evangelische Schulstiftung in der EKD unterstützt diese Schule am Rande des Erzgebirges für die Einführung von innovativen Bildungskonzepten und für die gelebte Herzlichkeit – in der Schule gilt: „Jedes Kind ist von Gott geliebt“. Diesen Leitsatz hat sich die Schule selbst gegeben, als sie noch im Zwickauer Stadtteil Wilkau-Haßlau mit anfangs nur einer Klasse und nicht mal 20 Schülern im Jahr 2006 gegründet wurde. Schon damals stand das Miteinander im Mittelpunkt als Grundlage dafür, die Gemeinschaft zu stärken und ein gutes Bildungsergebnis zu erzielen. Denn die Vision war, eine Schule aufzubauen, bei der Schüler von der ersten bis zur zehnten Klasse zusammen unterrichtet werden. Eine Überzeugung, die man in der Schule hatte, lange bevor nach negativen Erfahrungen im PISA-Test bundesweit über das „finnische Modell“ gesprochen wurde.

 

Zu den Besonderheiten gehört die Möglichkeit, im eigenen Tempo zu lernen. Ein flexibler Schuleinstieg mit altersgemischten Klassen wird sowohl Turbo- als auch gemütlichen Lernern gerecht. In der ersten und zweiten Klasse entdecken die Kinder in der Freiarbeit mit Hilfe von ausgebildeten Pädagogen die Freude am Lernen. Die Kinder sollen so lange wie möglich im Verbund bleiben und dabei soziale Beziehungen aufbauen können, als Mensch reifen und in ruhiger Atmosphäre nachhaltig lernen können.

 

Mit dem Umzug 2012 auf den Cainsdorfer Berg führte man dieses Konzept weiter. Neben der Grundschule mit eigenem Hort wurde auch eine Oberstufe aufgebaut, die ab dem nächsten Schuljahr bis zur achten Klasse gehen wird. Perspektivisch sollen Schülern in einem Ganztagskonzept schrittweise bis zur zehnten Klasse beschult werden. Dieser starke Wille beeindruckt auch die Vertreter der Evangelischen Schulstiftung: „Wenn Schüler so lange wie möglich im Verbund beschult werden, stärkt das die menschlichen Beziehungen. So werden Kinder zu starken Persönlichkeiten, die wertvolle soziale Fähigkeiten entwickeln und ausleben können“, sagt Annerose Fromke, Geschäftsführerin der Stiftung.

 

Gefördert wird auch das evangelische Profil der Schule, das sich unter anderem aus gemeinsamer Morgenandacht oder einer morgendlichen Reflexion mit dem Klassenlehrer zusammensetzt und den Menschen in seiner Gesamtheit fokussiert. Ebenso ist man besonders auf das Lehrerkollegium stolz, welches gern Ideen entwickelt und den Schulalltag für die Schüler bewusst gestaltet.

Die Freude an Freiheit und Kreativität in der Ausgestaltung des Rahmenplans durch die Lehrer sprechen Kinder und Eltern gleichermaßen. Dazu kommt natürlich auch das Miteinander im Rahmen der christlichen Werte – dass man einander achtet, emphatisch auf sein Gegenüber zugeht.

 

Am 12. April 2017 wurde die Fördersumme durch einen symbolischen Scheck durch Pfarrer Manfred Seifert zum Ostergottesdienst überreicht. Dieser stand unter dem Thema „Gott bringt Steine in´s Rollen“. Das hat die Schule in den vergangenen 11 Jahren erlebt.

 


 
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